Slowenien
Idrija

Idria, Blick zur Burg
An der Grenze zwischen den Alpen und dem Karst liegt die älteste slowenische Bergbaustadt Idrija. Einst wurde in dem über 500 Jahre altem Bergwerk Quecksilber abgebaut. Die Klöppelarbeit brachten Frauen böhmischer Bergarbeiter, die im Bergwerk arbeit suchten, mit.
Seit dem 17. Jahrhundert bot die Spitzenklöppelei den armen Knappenfamilien eim zusätzliches Einkommen. Im 18. Jahrhundert bekam die dortige Spitzenklöppelei einen Aufschwung und wurde in Europa bekannt. Im Jahre 1876 entstand in Idrija eine Klöppelschule. Seit dieser Zeit ist das wunderschöne Handwerk über Generationen weitergegeben und bis in unserer Zeit bewahrt worden.
Klöppelschule Idrija

In der Burg Gewerkenegg kann man sich in einer ständigen Ausstellung die Geschichte des Bergbaus und der Klöppelspitze ansehen.


Burg Gewerkenegg

Jedes Jahr im August (24.-31.8.01, 23.-30.8.02, 22.-29.8.03) lädt die Stadt zu einem einwöchigem internationalen Klöppelfestival ein. Während dieser Veranstaltung kann man an Vorträgen und Workshops teilnehmen und verschiedene Klöppelspitzenausstellungen anschauen.


Umzug der Klöppelschulen

Klöppeln einmal anders

Gaststätte in Idrija

Jedoch nur am ersten Wochenende ist dieses bunte Treiben auf den Straßen von Idrija zu sehen. Überall an den Straßen, vor Geschäften kann man den Klöpplerinnen bei der Arbeit über die Schulter sehen. Vor der Klöppelschule, welche ebenfalls zur Besichtigung offen steht, zeigen die Jüngsten ihr Können. Auf dem sonst innerstädtischen Parkplatz bieten Händler ihre gesamten handwerklichen Erzeugnisse an. Ein Höhepunkt der Wochenedes stellt am Sonntag einstündige Wettklöppelwetbewerbs mit vorherigem festlichen Umzug der Teilnehmer durch die Stadt dar.

Skofja Loka

Skofja Loka
Das zweite bedeutende Klöppelgebiet entwickelte sich um die Stadt Skofja Loka. Diese entstand im Mittelalter am Zusammenfluß von Selska und Poljanska Sora. Anfang des 14. Jhd. wurde die zum Teil heute noch erhaltene Stadtmauer mit 5 Toren und Wachtürmen gebaut. Die Stadt wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrmals durch Brände, Pest, Überfälle und Erdbeben zerstört. Nach dem Wiederaufbau der Stadt nach stärksten Erdbeben im Jahr 1511 ist der mitteralterliche Stadtkern, der noch heute am besten erhaltene in Slowenien.
Neben eleganten geklöppelten Gardinen in den Häusern kann das handwerkliche Können auch im Spitzengeschäft TEKSTIL ZA TURIZEM - CIPKE MOJCA bewundert werden.
In einem Klöppelgeschäft
© Petra Pönisch 2010-08-31   Impressum