Malta
Geschichte

Das Klöppelzentrum von Malta befindet sich auf der Insel Gozo, ca. 20 km nördlich der Insel Malta.

Im Jahr 1846 brachte der Priester Dun Gwann Curmi eine Klöppelspitze aus Italien nach Gozo mit. Marjanna Attard studierte diese und arbeitete sie nach. Später entwarf sie eigene Muster und gemeinsam mit ihrer Schwester eine neue Technik «Mosche».

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Rabat eine Klöppelschule eröffnet.

Technik

Spitzenausstellung im Citatellenmuseum Rabat
Ursprünglich wurde mit sehr feiner Seide oder Linengarn in weiß, beige und schwarz geklöppelt. Teilweise wurden Gold- und Silberfäden eingearbeitet.
Auch heute sieht man auf Gozo viele Frauen vor ihren Häusern klöppeln, häufig jedoch einfache Motive aus gröberen Garn. Die Kunstschule bildet weiterhin Klöppellehrerinnen und Klöpperinnen in den traditionellen Techniken aus.
Spitzengeschäft in der Citatelle von Rabat

Klöpplerin in Mdina
Auf der Insel Malta findet man lediglich in Rabat und Mdina einige Klöpplerinnen.

Beim Klöppeln
Der Klöppelsack ist ein sich nach unten verjüngender 60 cm langer Zylinder mit ca. 40 cm Umfang. Ein Bündel Stroh wird straff mit Stoff umnäht. Anschließend wird er mit mehreren Lagen Zeitungspapier und außen mit Packpapier umklebt. Das Muster wird durchgestochen und ohne weitere Vorlage direkt gearbeitet. Für ein neues Muster erhält der Sach eine neue Lage Packpapier.
Souvenirklöppelsack und Stuhl aus Malta

Beim Klöppeln wird der Sack oben gegen einen Stuhl oder eine Hauswand gestützt.

© Petra Pönisch 2010-08-31   Impressum