Ungarn
Csipke

In den Bergregionen Nordungarns wurde das Spitzenklöppeln durch slowakische Frauen bekannt. Es entwickelte sich die Hunniaspitze, geklöppelt mit irischem Baumwollgarn und Konturfaden. Der benutzte «Nógrader Erbsengrund» entspricht dem Pariser Grund, jedoch ohne Nadelstecken.

Heute wird nur noch an wenigen Orten in Nordungarn und der Balatonregion geklöppelt.

Halaser Spitze

Bekannter sind die ungarischen Nadelspitzen, allen voran die «Halasi Csipke» (Halaser Spitze) aus Kiskunhalas.

Die Halaser Spitze wurde von Árpád Dékáni aus traditionellen ungarischen Nadelspitzen entwickelt und von Mária Markovits genäht. Die ersten Spitzen wurden 1902 vorgestellt. Seit 1934 ist die Halaser Spitze ein Warenzeichen.


Nadelspitze von Hövely

Csipkehasz

Das Csipke Ház (Spitzenhaus) als Werkstatt der Spitzennäherinnen wurde 1935 in Betrieb genommen. Nach der Unterbrechung im 2. Weltkrieg wird dort seit den fünfziger Jahren wieder Spitze hergestellt.

Heute beherbergt es neben den Werkstätten eine Spitzenausstellung, man kann hier auch Spitzen erwerben.


Radtour zum Csipkehasz

Dékáni Árpád und Markovits Mária Denkmal

Die Halaser Spitze kennt 60 verschiedene Gründe

Spitzennäherinnen

Im Frühjahr 2002 feierte Kiskunhalas das 100-jährige Bestehen der Halaser Spitze.


Werbetafel am Eingang

Sondermarkenserie der Ungarischen Post

Sonderstempel und Originalarbeit

Spitzenausstellung
© Petra Pönisch 2010-08-31   Impressum