Dänemark
Knipling
Tønder (Tondern)

Um 1100 entstand Tondern als Handelsplatz im Flußdelta der Wiedau. Sie war im Mittelalter eine Hafenstadt, welcher jedoch durch den Deichbau entlang der Wattenmeerküste verschwand. Es bildeten sich der Handel mit Stuten und Spitzen heraus.

Eine erste Erwähnung des Klöppelns stammt aus dem Jahre 1595. Durch die Spitzenherstellung erlangte die Stadt Tondern im 18. und 19. Jahrhundert einen neuen Aufschwung. Dieser endete jedoch am Ende des 19. Jahrhunderts durch die industielle Massenherstellung der Spitzen.

In der Innenstadt befinden sich vornehme Patriziervillen mit vielen geschnitzten Haustüren, die Christkirche, der Wasserturm und einige Museen.

An der Stelle der Christkirche stand die Nikolaikirche, die nach nach 60jährigem Bestehen Ende des 16. Jahrhunderts abgerissen wurde. An dem festen Turm der Nikolaikirche wurde das neue Kirchenschiff angebaut. Am 4. Oktober 1592 wurde die Kirche von Probst Andreas Thomäus die Weihrede gehalten. Der dreiteilige spätgotische Schnitzaltar von 1480 wurde 1695 durch einen Barockaltar ersetzt. Der alte Altar kam in die Kirche von Fahretoft.

Das Tondernmuseum entstand 1923. Es zeigt neben Klöppelspitzen aus der Sammlung von Helene Karberg, Arbeiten von Silberschmieden, Möbeln und holländischen Fliesen.

Das barocke Bürgerhaus "Dröhsehaus", einer Zweigstelle des Tondernmuseums, zeigt wechselnde Klöppelausstellungen aus der Umgebung, anderen Gegenden und Ländern.


Helene-Karberg-Sammlung

Altes Klöppelkissen

Dänische Klöppel
© Petra Pönisch 2010-08-31   Impressum