Technik
Grundausrüstung
Klöppelsack
  • mindestens 30 cm lang
  • genügend schwer
  • fest gestopft (Heu, Sägespäne o.a.)
  • doppelter Bezug, nicht zu bunt
Ständer
  • feste Lage des Sacks
  • Tischständer aus Holz, Körbchen ...
40...60 Klöppel
  • Holz oder Kunststoff
  • -> im Erzgebirge Hülsenklöppel
  • glatte Oberfläche
Klöppelgarn
  • gestärktes Leinengarn
  • Stärke: Nm 18/2 (NeL 35/2)
  • Klassisch wurde meist «Hirschfelder Leinen» benutzt.
1...3 Häkelnadeln
  • 0,5 ... 0,75mm
~1000 Stecknadeln
  • rostfrei
  • ohne Patina
  • mit oder ohne Kopf
~10 Umstecknadeln
  • verschiedene Ausführungen
1 Rolle Klöppelpappe
  • Preßspan 0,3 ... 0,4mm
1 Handarbeitsschere
  • scharf, spitz, fein
1 Vorstecher
  • verschiedene Ausführungen
  • auswechselbare Nadel (Steck- oder Nähnadel)
1 Rolle Folie
  • farbig, selbstklebend
  • bei Verwendung von weißem Faden auf weißen Klöppelbriefen
Arbeitsweise

Nachdem der Klöppelbrief auf dem Klöppelsack befestigt und alle Klöppel paarweise bewickelt wurden, beginnt das eigentliche Klöppeln. Die Paare werden an den Startpunkten über Stecknadeln laut Klöppelbrief gehängt. Endet die Arbeit ebenfalls dort, werden sie in die entstehenden Ösen eingehäkelt und verknüpft. Das Muster wird entweder im ganzen oder in separaten Teilen, welche aneinenader gehäkelt werden, gearbeitet.

Typische Klöppelelemente sind Spinne, Sternchen und Zänkelchen, an Flechtern auch als Schleife, Kleeblatt oder Röschen. Häufig werden viele mehrpaarige Verbindungen gearbeitet.

Literatur

Anfängerlehrbuch für die erzgebirgische Technik:
Hackel, Siebdraht, Colditz: Klöppelfibel. Sachsenbuch. ISBN 3-910148-93-X.

Erzhammer: Klöppeln - Entwerferinnen im Erzgebirge. 1999.

Museum Schwarzenberg: Spitzenkunst im Erzgebirge 1989.

© Petra Pönisch 2007-04-22   Impressum